Heute stand eines der absoluten Highlights des Berchtesgadener Landes auf dem Programm und zwar der Königssee.
Entsprechend bekannt ist natürlich dieser touristische Hotspot und so ordneten wir uns ein in die bereits schon morgens um viertel nach acht recht ordentliche Warteschlange an den Bootsanlegern in Schönau.
Dank drei geöffneter Ticketschalter ging der Verkauf glücklicherweise jedoch recht zügig voran. Der Preis für die große Tour nach Salet und St. Bartholomä betrug 20,20 Euro pro Person. Inkludiert waren hier auch diverse mit dem typisch bayerischen Humor vorgetragenen Informationen und natürlich das obligatorische Spiel auf dem Flügelhorn vor der sogenannten Echowand, die tatsächlich einen beeindruckenden Widerhall erzeugte.
Auf der Terrasse der dortigen Alm machten es sich bereits erste Kunden bequem, unser Ziel war es aber zum Röthbachfall zu wandern. Dieser war neben dem See ein weiteres Highlight, denn es handelte sich um den mit 470 Metern höchsten Wasserfall Deutschlands!
Zunächst aber hieß es eine gute Stunde von der Anlegestelle bis zum Wasserfall zu wandern. Zwar waren die Wege überwiegend flach und angenehm zu gehen, teilweise kamen wir aber nur noch im Gänsemarsch mit zig anderen Touristen vorwärts.
Da man den größten Teil des Wasserfalls auch bereits vom Tal aus sehen konnte, entschloss ich mich, auf die nicht ganz ungefährliche Kletterei zu verzichten.
Auf dem Rückweg legten wir eine erste längere Pause am Obersee ein, der mindestens genauso schön wie der Königssee war und einen tollen Blick auf den Watzmann bot. Das Wasser war kristallklar und jetzt Ende August sogar warm genug, um darin zu Schwimmen.
Daher nehmt am besten ein paar Schwimmklamotten und ein Handtuch mit, wenn ihr im Sommer an den Königssee fahrt, denn ihr werden selten so einen imposanten Ausblick beim Schwimmen haben! Danach könnt ihr euch am kleinen Strand in die Sonne legen und euch in der Fischunkelalm auch noch mit Essen und Getränken versorgen.
Die kleine Kapelle mit ihren roten Zwiebeltürmen, hinter denen sich die massiven Bergwände, unter anderem des Watzmannes, erheben, ist zugegebenermaßen das perfekte Fotomotiv!
Entsprechend voll war es dort natürlich auch, vor allem später bei der Rückfahrt in das Dorf Königssee in Schönau zog sich die Warteschlange bis zum Biergarten.
Bevor wir nach einer ausgiebigen Erkundung des Geländes und einer kostenlosen Besichtigung der kleinen Kirche zurückfuhren, statteten wir noch dem daneben gelegenen Fischerstüberl einen Besuch ab. Hier gönnten wir uns eine Räucherforelle mit Brot, für die St. Bartholomä bekannt und die zugegebenermaßen auch verdammt lecker war. Dazu gab es noch eine frische Brezn sowie zwei alkoholfreie Hefeweizen.
Manchmal sind die einfachen Dinge im Leben halt die besten!
Dann hieß es wie gesagt leider erst einmal für fast eine Stunde für die Rückfahrt anstehen und sich irgendwie die Zeit zu vertreiben. Ich konnte die Zeit jedoch gut nutzen, um bereits eine erste Rohfassung dieses Artikels zu verfassen. 😉
Christian