Istrien Tag 2: Entspannung und Badespaß auf Zlatni Rt

Heute sollte unser Übernachtungsort Rovinj im Fokus stehen – für uns ohne Zweifel eines der schönsten Fleckchen Erde in ganz Istrien! Besonders die malerisch auf einer Halbinsel gelegene Altstadt, aus der schon von weitem der markante Kirchturm ragt, hatte es uns angetan.

Bade-Idylle und Schnorcheln an der Lone Bay

Da das Wetter für den Nachmittag Bewölkung angekündigt hatte, entschieden wir uns, das aktuell Sonnige Wetter zu nutzen und den Vormittag zunächst im südlich des Zentrums gelegenen Naturschutzgebiet Zlatni Rt zu verbringen. Denn dort wollten wir an einem der zahlreichen Strände entspannen und schwimmen gehen.

Zlatni Rt (auf deutsch „Goldenes Kap“) ist übrigens eines der ältesten Naturschutzgebiete Kroatiens und dessen Errichtung und Gestaltung wurde maßgeblich vom österreichischen Industriellen Johann Georg von Hütterott Ende des 19 Jahrhunderts geplant, der hier einen ganzen Kurort errichten wollte.

Mit den Fahrrädern, die uns unsere Gastgeber kostenlos zur Verfügung gestellt hatten, benötigten wir gerade einmal eine knappe Viertelstunde, bis wir die sogenannte Lone Bay erreichten.

Diese Bucht stellte sich als hervorragende Wahl heraus! Denn wir genossen nicht nur einen fantastischen Blick auf Rovinj, sondern fanden unter den zahlreichen Olivenbäumen auch ein wunderbares Plätzchen im Schatten. Der feine, helle Kies machte den Einstieg in das kristallklare Wasser sehr angenehm.

Für alle, die einen aktiven Tag planen oder etwas Komfort suchen, ist hier übrigens bestens gesorgt:

  • Service: Verleih von Liegen, Sonnenschirmen, Stand-up-Paddle-Boards und Kajaks.
  • Infrastruktur: Saubere (kostenpflichtige) Toiletten, Umkleidekabinen und sogar ein kleiner Massagepavillon.
  • Kulinarik: Ein Kiosk versorgte uns mit Speisen und Getränken zu fairen Preisen.

Wir hatten glücklicherweise unsere Schnorchelausrüstung dabei, denn unter Wasser gab es einiges zu sehen! So konnten wir diverse Fische, Seegurken und sogar die seltener gewordenen Steckmuscheln entdecken.

Entdeckungstour entlang der Küste von Zlatni Rt

Am späten Nachmittag stiegen wir erneut auf unsere Drahtesel und erkundeten entlang des Uferweges weitere kleine Buchten des Naturschutzgebiets. Dabei kamen wir auch am ehemaligen Steinbruch vorbei, der inzwischen von Kletterern gerne erklommen wird. Zwischendurch legten wir eine Pause am Kiosk Puntacabana ein. Besonders urig fanden wir dort die Sitzplätze, die auf den Überresten alter Säulen errichtet wurden – genau der richtige Ort für ein kühles Radler mit Meerblick.

Auch das weiter südlich gelegene pittoreske Gebäude das nun ein Restaurant beherbergte lohnte einen kurzen Stop, den Strand Ruža vjetrova selbst fanden wir jedoch relativ steinig.

Wir folgten am Südufer weiter dem Uferweg, der hier fast schon durch die ihn überwuchernden Bäume wie ein Tunnel wirkte. Inzwischen war deutlich die Ebbe erkennbar, aber dadurch zeigte sich der Uferbereich hier in einem noch einmal ganz anderen raueren Charakter.

Am Betonstrand Plaza Skaraba beendeten wir unsere Tour und fuhren in Richtung Norden nach Rovinj, dessen erste Häuser wir bereits wieder nach wenigen Fahrminuten erreichten.

Zuhause angekommen, duschten wir uns das Salzwasser ab und machten uns frisch, bevor wir mit den Rädern noch einmal zum nahegelegenen Supermarkt fuhren, um uns für den nächsten Tag einzudecken. Denn morgen wollten wir dann tatsächlich der historischen Altstadt einen ausführlichen Besuch abstatten. 🙂

Christian

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