Nachdem wir gestern die tollen Buchten und Strände im Naturschutzgebiet Zlatni Rt genossen hatten, stand heute eins der absoluten Highlight unserer Istrien-Rundreise auf dem Programm: die historische Altstadt von Rovinj.
Wir konnten es kaum erwarten, in die verwinkelten Gassen einzutauchen, die sich zusammen mit dem alles überragenden Kirchturm so unglaublich fotogen auf der kleinen Halbinsel drängen!
Der perfekte Foto-Spot
Bevor wir uns ins Getümmel stürzten, suchten wir uns den perfekten Aussichtspunkt für ein Panorama-Foto. Wir wurden fündig am großen Parkplatz bei der Bootstankstelle. Dieser ist zugegeben kein Geheimnis und ihr findet ihn leicht hier auf Google Maps.
Von dort hatten wir einen wirklich grandiosen Blick auf die gesamte Nordseite der Altstadt-Halbinsel, wie sie so malerisch ins tiefblaue Meer ragt. Ein absolutes „Must-Go-To“ für jeden Istrien-Besucher!


360-Grad-Panorama vom Glockenturm
Dann ließen wir uns treiben. Wir spazierten durch die pittoresken Gassen, die sich stetig nach oben winden, vorbei an liebevoll dekorierten Ateliers und Cafés, bis wir die berühmte Kirche der Heiligen Euphemia und ihren weithin sichtbaren Campanile erreichten. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, den Glockenturm zu erklimmen.



Für vier Euro pro Person wagten wir den Aufstieg. Ja, die Holzstufen sind extrem schmal, aber dank der stabilen Geländer ist es dennoch gut zu schaffen. Außer ihr habt ausgeprägte Höhenangst gepaart mit Klaustrophobie – in dem Fall rate ich euch lieber davon ab!


Und oben angekommen? Erstmal wäre ich fast wieder die Treppe vor Schreck runtergefallen, als just in dem Moment die Glocke genau über mir anfing, infernalisch zu läuten! 🙂 Nachdem sie sich – und vor allem auch ich – uns wieder beruhigt hatten, haute mich das 360-Grad-Panorama über die roten Dächer der Stadt, die unzähligen verwinkelten Gassen, den Hafen und die Adria erneut fast um! Die kurze Anstrengung des Aufstiegs hatte sich definitiv gelohnt!




Vom Hafen zurück in die Altstadt für eine leckere Pizza
Wir schlenderten gemütlich weiter durch die verwinkelten Gassen, wo hinter fast jeder Ecke ein neues Fotomotiv auf uns wartete!

Der Weg führte uns schließlich hinab und am Ende durch das -berühmte Steintor Balbijev Luk zum wunderschönen Hafen, der sich mit einem großen Platz zum Wasser öffnet, eingerahmt von bunten Hausfassaden und einem kleinen Glockenturm. Dabei konnte man zahlreiche Hinterlassenschaften der Venezianischen Herrschaft, wie etwa die typischen Steinlöwen entdecken.




Hungrig geworden und zurück im Altstadtkern, genossen wir ein spätes Mittagessen gegen 15 Uhr in der Pizzeria Stari Grad und die Steinofen-Pizza war knusprig und sehr zu empfehlen.
Tipp für eine ganz besondere Erfahrung: Man kann in Rovinj problemlos einen ganzen Tag verbringen, ohne dass es langweilig wird! Und wenn ihr Badesachen mitnehmt, könnt ihr die Altstadt-Halbinsel sogar einmal schwimmend erkunden und so ganz neue Perspektiven genießen. Dies ist gefahrlos möglich, da sich auf der Westseite bis zum Norden der Halbinsel ein abgesteckter Badebereich befindet.





Da für den späten Nachmittag Regen und später sogar Gewitter angesagt war, machten wir uns schließlich recht zügig auf den Weg zurück in unsere Ferienwohnung. Wir wollten das angekündigte Unwetter lieber gemütlich drinnen abwarten und uns von den vielen Eindrücken erholen.
Christian