Heute hieß es Mal wieder richtig früh raus aus den Federn, denn wir wollten um 08:20 Uhr unser Boot in Cala Gonone entgegennehmen, das wir gestern gebucht hatten.
Um 7:30 Uhr verließen wir unsere Wohnung und da heute Sonntag war, war um diese Uhrzeit so gut wie kein Verkehr oder Wohnmobil unterwegs, das uns ausbremste. So erreichten wir entspannt um 08:00 Uhr den Hafen von Cala Gonone und konnten unser Auto auch direkt dort auf einem der kostenpflichtigen Parkplätze abstellen.
Der Preis betrug circa einen Euro pro Stunde und ich nutzte wieder die bequeme Easy Park App. Heute war zudem bestes Wetter mit wolkenlosem Himmel und fast keinem Wind mehr. Denn hätte es so heftig geweht wie in den letzten zwei Tagen, wäre das auf dem offenen Meer auf unserem Gummiboot, trotz Hartschalenrumpf, kein Spaß geworden!
Fahrt zur Cala Goloritze
Nach den Formalitäten bestiegen wir auch schon unser Boot und erhielten eine Einweisung in die wichtigsten Funktionen und Regeln.
Um 08:45 stachen wir in See und fuhren entlang an der von Höhlen durchzogenen Steilküste in Richtung der beeindruckenden Felsnadel von Cala Goloritze. Dabei passierten wir auch diverse Buchten und kleine Strände.




An den meisten durfte man ankern oder auch kurz anlanden um seine Sachen abzuladen. Lediglich an der Cala Goloritze war das ankern verboten und man musste 300 Meter Abstand halten, da es sich um ein Naturschutzgebiet handelte. Man konnte dort jedoch auch hinwandern. Jetzt am Vormittag war das Licht perfekt.

Schnorcheln in der Cala Mariolu
Wir konnten noch zahlreiche Fotos von der Felsnadel schießen, die glückerweise noch von der Sonne angestrahlt wurde bevor leichte Schleierwolken aufzogen. Dies war für uns der Moment hier umzudrehen und in der nahegelegenen Cala Mariolu vor Anker zu gehen. Eine gute Stelle dafür befindet sich übrigens auf der nördlichen / rechten Seite der Bucht.


Dort hat es auch einen schönen Schnorchelspot und man kann vom Boot recht einfach zum Strand schwimmen. Dieser füllte sich jedoch ziemlich, da dort auch die Ausflugsboote anlegten. Somit sonnten wir uns nach dem Schnorcheln lieber auf unserem eigenen Boot.
Cala Biriala und Cala Luna
Zurück in Richtung Cala Gonone ankerten wir noch in der Cala Biriala zum Schnorcheln sowie später der Cala Luna mit ihrem zahlreichen Höhlen.
Dass es für Süßwasser-Kapitäne wie uns übrigens nicht immer einfach ist, korrekt zu Ankern, mussten wir an beiden Spots lernen und konnten gerade noch den Zusammenstoß mit einem anderen Boot verhindern. Denn durch den zunehmenden Wellengang hatte sich offensichtlich unser Anker gelöst.
Tipp: Prüft an besten immer mindestens ein paar Minuten lang, ob das Boot nach dem Ankern nicht abtreibt, am besten durch Beobachtung eines Fixpunktes. Das ist insbesondere wichtig, wenn ihr plant, das Boot komplett für einen Landgang zu verlassen.

Um 16 Uhr gaben wir schließlich in Cala Gonone wie die meisten anderen Ausflügler unser Boot zurück. Dafür warteten wir am Hafeneingang auf einen Mitarbeiter der dann das Steuer übernahm und mit uns tanken fuhr. Denn der Sprit kam zur Grundmiete noch obendrauf.
Am späten Nachmittag und zurück in Orosei entspannten wir auf unserer Dachterrasse von den heutigen Erlebnissen als Kapitän, bevor wir uns ein weiteres Mal etwas zum Abendessen kochten.
Christian