Heute hieß es leider „Arrivederci La Maddalena“, denn unsere Reise führte uns mit der Fähre zurück auf das sardische Festland. Unser Ziel war das Capo Testa an der Nordküste, eine Landzunge, die für ihre bizarren Felsformationen und traumhaften Buchten bekannt ist.



Das Parken vor Ort ist mit etwa 2,50 Euro pro Stunde zwar vergleichsweise teuer, doch dafür wird man direkt mit einer spektakulären Natur belohnt, sobald man dem Wanderweg entlang der Küste folgt.
Granitriesen und Korsika-Blick
Die Rundwanderung erstreckte sich über etwa sechs Kilometer und bot direkt zu Beginn ein Highlight: Von einer Gruppe riesiger Findlinge bei Capicciolu konnten wir bis nach Korsika hinübersehen. Sogar die markanten Klippen von Bonifacio, die wir bereits von unserem früheren Korsika-Urlaub kannten, waren deutlich zu erkennen.



Die gewaltigen Granitfelsen erinnerten mich zudem stark an den Zöllnerpfad bei Ploumanach in der Bretagne – Sardinien überraschte immer wieder mit solchen Parallelen!


Am Leuchtturm von Capo Testo
Nach circa 40 Minuten Fußmarsch und einem leckeren Sandwich von der Paninoteca Grove on the Rocks erreichten wir den Leuchtturm am Kap. Diesen konnten wir leider nur von außen besichtigen, bevor wir uns an den kurzen Abstieg zur Cala Francese machten.



In dieser kleinen Schlucht fühlten wir uns wie im Hochgebirge oder auf einem fernen Planeten! Am winzigen Kiesstrand legten wir eine Pause ein, verzichteten aber aufgrund der zahlreichen Quallen auf ein Bad im Meer.
Valle della Luna



Danach wanderten wir weiter zum Valle della Luna (Mondtal), das vor allem von oben aus unserer Richtung besonders spektakulär auf uns wirkte. Der restliche Weg ab hier bis zum Auto war dankenswerterweise deutlich entspannter als das Teilstück seit dem Leuchtturm, das uns so manche kleinere Klettereinlage abverlangt hatte. Wir waren uns jedoch einig, dass der Weg für jeden mit normaler Kondition und Trittsicherheit gut zu meistern war.

Erfrischung am Strand Zia Culumba
Am wunderschönen Strand Spiaggia Zia Columba erfrischten wir uns schließlich im kühlen Wasser. Da uns zahlreiche Fische zum Schnorcheln einluden, blieben wir eine ganze Weile im Meer. An der Strandbar gönnten wir uns danach Eis, Kaffee und ein leckeres Teilchen

Übernachtung auf der Isola Rossa
Nach diesem Tollen Tag auf dem Capo Testo brachen wir auf zu der circa einstündigen Fahrt zu unserem nächsten Übernachtungsort auf der Halbinsel Isola Rossa.
In dem kleinen an den namensgebenden roten Felsen Küstenort erwartete uns bereits das nette Personal unserer Unterkunft, dem A.I.R. Hotel Gabbiano.



Den Abend ließen wir nach dem Einchecken im nahegelegenen Restaurant Coccodrillus bei Pizza, Ravioli und einem leckeren Rotblonden vom Fass gemütlich ausklingen.
Christian