Der Tag vor diesem Urlaub fühlte sich zugegebenermaßen etwas seltsam an, denn eigentlich wollten wir gerade gar nicht weg aus Düsseldorf. Das Wetter Ende April 2025 war mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 26 Grad einfach fantastisch!
An unserem Reiseziel Edinburgh sollten uns dagegen laut Vorhersage zehn Grad weniger und ein bewölkter Himmel erwarten. Aber wie heißt es so schön: Der typische Reise-Deutsche findet immer einen Grund zum Meckern! 😉
Die Reiseroute
Natürlich freuten wir uns dennoch riesig auf unseren ersten Schottland-Urlaub, der uns neben der Hauptstadt auch entlang der Westküste und zur Isle of Skye führen sollte. Wir waren uns einig, dass das wechselhafte Wetter irgendwie dazugehört – und wir wollten uns einfach überraschen lassen.
Auf Google Maps findet ihr übrigens zum Nachreisen alle Stationen unserer dreiwöchigen Rundreise im Norden Schottlands.

Direktflug von Düsseldorf nach Edinburgh
An einem Mittwochvormittag brachen wir schließlich mit reichlich Vorfreude und viel Fotoequipment im Gepäck zum Flughafen auf. Der Direktflug mit Eurowings von Düsseldorf dauerte etwa eineinhalb Stunden und verlief sehr kurzweilig. Ich gönnte mir wie üblich einen frisch aufgebrühten Lavazza-Kaffee an Bord.

Nach der Landung wurden wir direkt überrascht: Entgegen der Vorhersage begrüßte uns Edinburgh mit angenehm warmen 22 Grad und Sonne. Mea Culpa, Edinburgh – wir hatten dich wettertechnisch wohl unterschätzt! 🙂
Ein praktischer Hinweis am Rande: Trotz Brexit blieb das kostenlose Datenroaming bei meinem Anbieter Blau glücklicherweise bestehen, was uns die Orientierung mit Google Maps oder spontane Vor-Ort-Recherchen sehr erleichterte. Checkt daher am besten vorher mal die Bedingungen eures Anbieters.
Mit der Tram bequem ins Stadtzentrum
Die Passkontrolle ging schnell, und unsere Koffer gehörten zu den ersten auf dem Band. Vom Terminal aus spazierten wir ein kurzes Stück zur Tram-Station und kauften uns Hin- und Rückfahrtickets für die Linie T50 (9,50 Pfund p. P.). Die Bahn war mit Gepäckregalen ideal auf Reisende eingestellt und fuhr alle sieben Minuten.
Nach einer Dreiviertelstunde erreichten wir ohne Umsteigen die Station Balfour Street. Von dort aus war es nur ein kurzer Weg zu unserer Unterkunft, dem Pilrig Guesthouse. Wir bezogen ein hübsches, sehr sauberes Zimmer samt eigenem Bad für etwa 120 Euro pro Nacht. Dank der zentralen Lage konnten wir von hier aus alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt bequem erreichen.


Erste Erkundung der Altstadt
Da das Wetter so traumhaft war, hielt es uns nicht lange im Zimmer. Wir fuhren mit der Tram zur Princes Street in der New Town. Beim Spaziergang durch den angrenzenden Park genossen wir das imposante Panorama auf die Burg und die Fassaden der Old Town. Wir verstanden sofort, warum beide Stadtteile völlig zu Recht zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.


In einem Tesco-Supermarkt am Picardy Place versorgten wir uns mit Sandwiches und Getränken, die wir kurz darauf bei einem Picknick auf einer Parkbank genossen.
Ausblicke von den entspannten Princess Street Gardens auf die höher gelegene Old Town und die Burg von Edinburg:



Aufstieg in die Old Town


Danach erkundeten wir die höher gelegene, burgartige und wehrhaft anmutende Old Town. Diese war vom Charakter ganz anders als die weitläufige und offene New Town und man war versucht, jede der winzigen und teils tunnelartigen Gassen zu erkunden. Grundsätzlich orientieren wir uns an der breiten zentralen High Street, beziehungsweise der Royal Mile und dabei passierten wir auch die imposante St. Giles Kathedrale.

Nimmt man sich etwas Zeit, kann man in der Old Town von Edinburgh unglaublich viele interessante Details wie alte Schilder, oder die für England typischen Telefonhäuschen entdecken. Auf jeden Fall lohnt ein Blick in die vielen super schmalen Gassen zwischen den Häusern. Denn diese sogenannten „Closes“ führen meist zu kleinen, von der Straße abgeschirmten sehenswerten Innenhöfen.



Zurück in der New Town bildete den Abschluss dieses ersten Tages ein Abendessen im Restaurant Meze Meze in der Rose Street. Obwohl die orientalischen Tapas gut bewertet waren, empfanden wir sie beide leider als etwas fade.



Der Ausflug in die lebendige Fußgängerzone mit ihren vielen Bars und Läden lohnte sich aber dennoch allemal für die tolle Stimmung! Danach fuhren wir mit der Tram zurück in unser Hotel und freuten uns, dass wir noch zwei volle Tage hatten, um diese entspannte Charakter-Stadt zu entdecken.
Christian