Schottland Tag 11: Besuch des Old Man of Storr

Heute sollte ich leider der „Lonely Man of Storr“ sein, da meine Frau leider krank das Bett hüten musste. Dennoch wollten wir uns das Wahrzeichen der Insel, die markante Felsnadel „Old Man of Storr“ nicht entgehen lassen, und so machte ich mich schweren Herzens allein auf den Weg.

Aufstieg zum Wahrzeichen der Isle of Skye

Gegen 08:30 Uhr erreichte ich den großen offiziellen Parkplatz des Old Man of Storr, dessen Kosten fünf Pfund (ca. 5,75 Euro) für sechs Stunden betrugen. Die Stimmung war jetzt am Morgen fast schon magisch, denn ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken tauchte die Landschaft in ein ganz besonderes Licht.

Der Wegweiser versprach einen recht steilen Anstieg von 340 Höhenmetern auf 1,7 Kilometern Länge und der Aufstieg war in der Tat ordentlich und konstant. Aber auf dem gut ausgebauten Weg fühlte ich mich trotz der Anstrengung gut aufgehoben. Ich ließ es locker angehen und legte immer wieder Pausen ein, um das Panorama über die Isle of Skye aufzusaugen.

Nach einer knappen Stunde war der Gipfel schließlich erreicht – und dieser Ausblick lohnte wahrlich jeden Schweißtropfen! Das Panorama war schlichtweg umwerfend, auch wenn der kräftige Wind einen Drohnenflug leider unmöglich machte.

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Ein Kraftort wie aus einer anderen Welt

Auf dem Rückweg umrundete ich die massive Felsnadel, um dem „alten Mann“ meine Ehre zu erweisen. Der Pfad dort ist angenehm eben und führt durch ein Feld massiver Findlinge, das fast wie ein Amphitheater wirkt. Ich erkannte sofort, warum dies die Kulisse für Filme wie Alien: Prometheus war.

In diesem Moment hielt ich auch für mich inne und setzte mich für eine längere Zeit auf einen Felsen; denn für mich war dies ein echter Kraftort, an dem man ganz allein mit sich und der wilden Natur ist. Über den Storr Interpretive Trail Path wanderte ich zurück und genoss noch einmal die Sicht auf den Loch Leathan und die imposante Bergwelt, bevor ich gegen 11:30 Uhr wieder am Auto ankam.

Tipp: Wer das Areal rund um den Old Man of Storr wirklich genießen möchte, sollte definitiv drei Stunden Zeit einplanen, da es ansonsten sehr anstrengend sein kann und man eventuell auch nicht alle sehenswerten Orte erreicht.

Den Seehunden ganz nah

Nach einem kurzen Stopp in Portree, um uns beide im Supermarkt mit Sandwiches zu versorgen, kehrte ich zurück in unsere Unterkunft. Da wir bisher noch kein Glück mit Tierbeobachtungen direkt am Haus gehabt hatten, folgte ich am Nachmittag einem Tipp unseres Gastgebers.

Ich lief etwa zehn Minuten bis zum Ende der Landzunge von Aird in Bernisdale, überquerte eine Weide und kletterte über einen Zaun – was laut unserem Gastgeber in Ordnung war.

Und tatsächlich: Als ich am Ufer ankam, streckten sich mir sogleich mehrere neugierige und wachsame Köpfe aus dem Wasser entgegen. Ich hatte sie gefunden – die Seehunde! Ich setzte mich ins Gras und beobachtete die friedlichen Gesellen eine ganze Weile beim Schwimmen.

Ein tiefenentspannter Abschluss für einen Tag voller Kontraste!

Christian

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