Auch heute hatten wir noch einmal den Wecker gestellt, denn wir wollten möglichst früh im Fairy Glen sein. Uns war zu Ohren gekommen, dass es dort nur relativ wenige Parkplätze gab, weshalb wir kein Risiko eingehen wollten. Und so brachen wir direkt nach dem Frühstück zu der verwunschenen Hügellandschaft ins Feental auf.
Von unserer Unterkunft in Aird bei Bernisdale aus dauerte die Anfahrt eine knappe halbe Stunde. Bei unserer Ankunft um kurz vor neun waren glücklicherweise noch viele der circa 20 Parkplätze frei. Wir zogen ein Parkticket für drei Pfund (3,59 €) für vier Stunden und machten uns auf den Weg.
Im Märchental Fairy Glen
Die Landschaft empfing uns lieblich mit sanft geschwungenen grünen Hügeln und grasenden Schafen. Wir fühlten uns direkt an Neuseeland erinnert – es fehlte eigentlich nur noch, dass uns Bilbo Beutlin persönlich begegnete. Der Name Fairy Glen (auf deutsch: Tal der Feen) war in der Tat sehr treffend gewählt worden!




Wir folgten einem wunderschönen kurzen Rundweg um den markanten Fels, der wie ein natürlicher Burgturm wirkt. Wer mag, kann diesen sogar mit einer kurzen Klettereinlage besteigen. Auf dem Gelände entdeckten wir mehrere Steinkreise und konnten in der Ferne zwei große Wasserfälle ausmachen.


Insgesamt solltet ihr für den Aufenthalt etwa dreißig bis sechzig Minuten einplanen, je nachdem, wie viele Fotos ihr machen oder wie sehr ihr einfach nur die Stimmung genießen wollt.
Als wir gegen 10:30 Uhr zurückkehrten, war der Parkplatz inzwischen bereits fast voll. Früh zu kommen, hatte sich für uns nicht nur deshalb gelohnt, sondern auch, weil zu dieser Zeit noch nicht viele Menschen im Tal unterwegs gewesen waren.
Auf den Spuren des MacLeod-Clans
Den Mittag verbrachten wir entspannt in unserer Ferienwohnung und ließen die Drohne über die Bucht fliegen. Am Nachmittag führte uns die Reise in das circa zwanzig Minuten entfernte Dunvegan. Das winzige Dorf bestand eigentlich nur aus einer Durchgangsstraße, hatte aber dennoch seinen Charme.




Eine dreiviertel Meile entfernt befindet sich das gleichnamige Schloss, der Stammsitz des aus dem Film „Highlander“ bekannten und altehrwürdigen schottischen MacLeod-Clans. Das Schloss ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz und kann besichtigt werden, allerdings für recht happige siebzehn Pfund (20,35 €) pro Person.
Wir entschieden uns dagegen und kehrten nach Dunvegan zurück. Da es heute Nachmittag noch einmal richtig warm war, um in der Sonne sogar im T-Shirt zu sitzen, kosteten wir diesen Moment auf der Terrasse im „The Misty“ bei Eis und Tee aus.
Kostenloses Burgpanorama
Danach fuhren wir erneut zur Burg, mieden jedoch den großen Parkplatz und folgten stattdessen der ab dort einspurigen Straße. Hinter der übernächsten Kurve konnten wir gut parken und uns die Ruine einer alten Sägemühle anschauen.


Wir fuhren noch ein Stück weiter bis zur nächsten Anhöhe. Dort befindet sich hinter einer Ausweichbucht, in der man nicht parken darf, genug Platz zum sicheren Halten für eine Handvoll Autos. Auch wir stoppten dort, denn von diesem Punkt aus bot sich uns ein fantastischer Blick auf das wehrhafte Dunvegan Castle.


Schließlich drehten wir um und fuhren zurück in unsere Unterkunft, wo wir unseren letzten Tag auf der Isle of Skye gemütlich ausklingen ließen.
Christian