Schottland Tag 16: Über das Hochland nach Inverness

Heute hieß es Abschied nehmen von der an Impressionen so reichen North Coast 500. Wir verließen die Küstenstraße und fuhren von Tongue im Norden Schottlands Richtung Süden bis nach Inverness.

Durch das weite Hochland

Der Weg führte uns zunächst durch die imposante Berglandschaft der nördlichen Highlands. Später wandelte sich die Szenerie in ein extrem weites Hochland, das uns mit etwas weniger Abwechslung begleitete.

Witzigerweise wurden wir an fast jedem Aussichtspunkt in Schottland vom Ruf eines Kuckucks begrüßt. Dazu begleitete uns der intensive Duft des Ginsters, der uns an eine Mischung aus Vanille und Kokosnuss erinnerte. Dies war ein herrlicher Begleiter für die Fahrt durch die wilde Abgeschiedenheit.

Ankunft in Inverness

In Inverness angekommen, hatten wir endlich Glück: Wir fanden ein besetztes, großes Polizeirevier und bekamen dort ohne Probleme unseren Polizeibericht. Diesen benötigten wir dringend für unsere Autovermietung, um den ärgerlichen Schaden an unserem Spiegel zu dokumentieren, den uns ein Raser auf einer Single Track Road vor drei Tagen beschert hatte.

Vor dem Check-in in der Jugendherberge besichtigten wir die kleine Altstadt im geschäftigen Inverness. Besonders gut gefiel uns das Motiv der drei Kirchen am gegenüberliegenden Ufer der Ness – der Fluss, der auch das berühmte Loch Ness speist. Diesen Aussichtspunkt erreicht man übrigens bequem über eine Fußgängerbrücke.

Mittagessen und Marktbummel in der Altstadt

Wir aßen sehr gut zu Mittag im Mustard Seed, wo wir einen schönen Sitzplatz auf dem Balkon ergatterten. Das Zwei-Gänge-Mittagsmenü für 17,50 Pfund (21,00 €) pro Person bot ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Ambiente mit den hohen Decken war beeindruckend, und wir genossen Black Pudding sowie Lammwürstchen bei einem sehr freundlichen Service.

Später bummelten wir durch den schönen Victoria Market aus dem neunzehnten Jahrhundert. Beim Metzger Hastie & Dyce holten wir uns einen Steak Pie für den Abend. Zum Abschluss unserer kleinen Stadttour besichtigten wir schließlich noch das hübsche Rathaus.

Unser Fazit zu Inverness: Wenn man nicht ausgiebig einkehrt, hat man das Meiste der Altstadt innerhalb von einer Stunde gesehen. Für uns wirkte die Stadt ein wenig wie „Edinburgh in klein“ – mit einigen netten Pubs und Restaurants im Zentrum.

Schließlich checkten wir im Inverness Youth Hostel in unser Doppelzimmer mit eigenem Bad ein. Die ruhig gelegene Jugendherberge bot neben einer gemütlichen Lounge auch eine große Küche zur Selbstverpflegung.

Die Einrichtung des Zimmers war zwar recht nüchtern, aber sauber. Zudem waren wir froh, die bürokratischen Hürden mit unserem Spiegelschaden endlich hinter uns gelassen zu haben und den Tag so entspannt in der Stadt ausklingen zu lassen.

Christian

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