Schottland Tag 18: An der Morey Coast bis Aberdeenshire

Heute stand die Fahrt weiter in den Süden nach Aberdeenshire an, wo sich die Unterkunft für unsere nun leider letzte Nacht in Schottland befand. Bevor es endgültig losging, holten wir uns bei der Bäckerei Harry Gow erst einmal leckere, frische warme Rolls und einen heißen Kaffee.

Zwischen Ostsee-Feeling und Bretagne-Charme

Unser erster Stopp war der pittoreske Hafenort Findhorn. Wir waren erstaunt über die bunte Vielfalt: Während die alten Häuser viel Ähnlichkeit mit ihren Pendants in der französischen Bretagne aufwiesen, erinnerte uns der Wald direkt an den Dünen am West Beach an den Fischland Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Wir spazierten am unendlich weiten Sandstrand entlang und genossen die friedliche Atmosphäre zwischen den bunten Badebuden.

Danach besuchten wir Lossiemouth, das sich völlig zu Recht als „Juwel von Moray“ bezeichnet. Wir fanden direkt an der Promenade kostenlose Parkplätze. Während wir die Sonne am breiten Sandstrand genossen, beobachteten wir einige Mutige, die tatsächlich bei einer Wassertemperatur von elf Grad Celsius schwimmen gingen – wir begnügten uns lieber mit dem Blick auf die schönen Dünen. Durch die einsetzende Flut verwandelte sich der Strand vor unseren Augen fast in eine Halbinsel.

Imposante Felsen an der Küste und Fahrt in das hügelige Hinterland

Am Nachmittag führte uns der Weg weiter an der Küste entlang nach Portnockie. Die kleinen Häuschen duckten sich hier hinter der imposanten Steilküste gegen den rauen Wind. Ein absolutes Highlight war der Bow Fiddle Rock. Wir spazierten über die grasbewachsenen Klippen und bewunderten die verschiedenen Erdschichten, die hier so deutlich zutage traten. Da sich der Hunger meldete, holten wir uns beim örtlichen Fish & Chips Laden (der pünktlich um 16:30 Uhr öffnete) eine ordentliche Portion zur Stärkung.

Nur eine Meile weiter erreichten wir Cullen, das „Dorf der Viadukte“. Die Geschichte hinter den Brücken war wirklich amüsant, auch wenn der Ort abseits dieser Bauwerke eher unspektakulär auf uns wirkte. Dafür genoss ich als Fahrer die Weiterreise über die sanft geschwungenen Landstraßen durch die wunderschöne Landschaft von Aberdeenshire über Turriff Richtung Aberdeen. Die Straßen waren in bestem Zustand und herrlich kurvig zu fahren. 🙂

Am frühen Abend erreichten wir schließlich unser Ziel in der Nähe von Oldmeldrum. Wir bezogen unser Quartier auf einem ehemaligen Bauernhof bei einer sehr herzlichen Familie. Mit dem Blick auf die grasenden Schafe vor unserem Fenster läuteten wir wehmütig unsere letzte Übernachtung in diesem fantastischen Schottland-Urlaub ein.

Christian

Schreibe einen Kommentar