Da in unserer Unterkunft kein Frühstück inkludiert war, brachen wir am frühen Vormittag auf und steuerten ein Pret-a-Manger um die Ecke an. Wir mochten das Konzept dieser „Fast-Food-Bäckerei“ mit den leckeren, vorgepackten Sandwiches und dem guten Kaffee sehr. Bevor wir tiefer in die Stadt eintauchten, versorgten wir uns in einer Apotheke vorsorglich mit Mückenschutz der Marke Smidge – ein wichtiger Begleiter gegen die berüchtigten Midges auf dem Land.

Stadtpanorama vom Calton Hill
Danach spazierten wir zu Fuß hinauf auf den nahegelegenen Calton Hill. Von dort oben genossen wir eine fantastische Aussicht auf ganz Edinburgh und bis hin zum Hausberg Arthurs Seat, auch wenn sich die Sonne heute nur selten zwischen den Wolken blicken ließ. Wegen der ordentlichen Böen auf dem Hügel fühlte es sich zudem deutlich kühler an als am Vortag.



Etwas durchgefroren brachen wir wieder auf und stiegen hinab zur Regent Road. Dort passierten wir diverse imposante Gebäude wie das des Schottischen Parlaments oder später das des Nationalarchivs am Waterloo Place.

Erneuter Besuch der Old Town
Gegen Mittag und bei wieder besserem Wetter beschlossen wir bereits gestern der tollen Old Town einen Besuch abzustatten.

Im Tron Kirk Market, der durch seine wunderschönen alten Buntglasfenster besticht, stöberten wir durch lokales Kunsthandwerk. Wir konnten nicht widerstehen und erstanden für vier Pfund einen handbemalten Magneten mit dem Motiv der Burg sowie einige dekorative Untersetzer.



Danach schlenderten wir die Royal Mile in Richtung Burg entlang, nicht ohne dabei ein Foto der witzigen Figur zu Ehren des Edinburgher Urgesteins Tom Gilzean zu machen. Am Burgvorplatz angekommen entschieden wir uns gegen eine Besichtigung der Burg, da wir lieber noch mehr von Edinburgh erkunden wollten.





Haggis, Harry Potter und ein treuer Hund
Vom Edinburgh Castle führte uns der Weg hinunter zum Grassmarket, der für seine zahlreichen Pubs und Restaurants bekannt ist.
In der geschichtsträchtigen Pub-Atmosphäre des The Last Drop probierten wir zum ersten Mal traditionelles Haggis und gönnten uns dazu ein lokales Innis & Gunn Lager. Wir fanden es beide sehr schmackhaft und wären am liebsten länger sitzen geblieben, wenn wir nicht noch einiges vorgehabt hätten. Grüße gehen an dieser Stelle raus an den „Swobodoker“ ;-).


Bereits quasi um die Ecke erreichten wir ein weiteres Highlight Edinburghs, die Victoria Street. Mit ihren bunten Hausfassaden und den vielen „magischen“ Läden erkannten wir sofort das Vorbild für die Winkelgasse aus Harry Potter. Natürlich regiert hier der Kommerz und man kann vom Zauberstab über Schals der Häuser von Hogwarts bis hin zum Butterbier alles bekommen, was das Harry-Potter-Herz höher schlagen lässt.



Danach besuchten wir den uralten Friedhof Greyfriars Kirkyard. Wir ließen uns von der rührenden Legende des Hundes „Greyfriars Bobby“ gefangen nehmen, der 14 Jahre lang am Grab seines Herrchens gewacht haben soll. Aber auch der Friedhof selbst mit seinen uralten Grabsteinen wirkte wie eine Oase der Ruhe inmitten der trubelingen Altstadt von Edinburgh.



Ausklang des Tages
Den Abschluss unserer Stadttour bildete ein Spaziergang über das ehrwürdige Gelände der Universität von Edinburgh.



Nachdem wir heute bereits ordentlich Strecke zu Fuß gemacht hatten, gönnten wir uns für den Rückweg von dort in unsere Unterkunft in der Pilrig Road ein Uber für circa sieben Pfund. Im Supermarkt um die Ecke holten wir uns noch Sandwiches und Getränke und entspannten den restlichen Abend auf unserem Zimmer.
Insgesamt gaben wir heute übrigens etwa 120 Pfund für Verpflegung und Souvenirs aus – in einer Metropole wie Edinburgh ein realistischer Wert, wenn man auch mal einkehrt.
Christian