Schottland Tag 4: Von Edinburgh nach Oban

Heute hieß es Abschied nehmen von dem so schönen und entspannten Edinburgh. Gleichzeitig startete ein neuer Teil unseres Urlaubs, auf den wir uns riesig freuten: Der eigentliche Roadtrip mit dem Mietwagen entlang der Westküste und durch die schottischen Highlands.

Mietwagen-Übernahme am Flughafen

Nach dem nun üblichen Frühstück bei Pret-a-Manger und dem Auschecken fuhren wir gegen zehn Uhr mit der Tram zum Flughafen. Dort übernahmen wir unseren über Sunnycars gebuchten Mietwagen bei Keddy/Europcar. Wir hatten uns bewusst für einen SUV entschieden, um auch mal sicher auf unbefestigten Wegen halten zu können.

Ein wichtiger Tipp für euch: Wir erhielten von der sehr netten Keddy-Mitarbeiterin Carol ein vermeintlich kostenloses Upgrade auf einen nagelneuen MG ZS SUV mit Automatik. Erst nach dem Urlaub erfuhren wir, dass dies leider keineswegs kostenlos war und mussten über 500 Euro nachzahlen! Wir raten euch daher: Lest euch die Mietbedingungen bei der Übernahme genau durch und fragt im Zweifel lieber zweimal nach.

Fahrt zum Loch Lomond

Unser erster Stopp war das Blackness Castle, das nur etwa 20 Minuten vom Flughafen entfernt liegt. Danach brachen wir auf in die Highlands.

Unser Weg führte uns durch wunderschöne Landschaften bis nach Luss am Loch Lomond. Wir parkten unser Auto für ein Pfund und schauten uns das Seeufer sowie den winzigen Ort mit seiner sehenswerten kleinen Kirche an.

Direkt an der Promenade des Seeufers picknickten wir auf einer Bank unsere mitgebrachten Sandwiches und genossen dabei das Panorama. Bevor es weiterging, holten wir uns im Coach House Coffeeshop noch einen Kaffee für die Fahrt.

Burgruinen, Schafe und wehrhafte Kirchen

Nach einer weiteren Fahrt erreichten wir die Ruine von Kilchurn Castle. Vom ausgeschilderten Parkplatz unternahmen wir einen etwa zehnminütigen Fußweg zu dem historischen Gemäuer. Die Gegend bot uns genau das, was wir uns unter den Highlands vorgestellt hatten: unbewaldete Berge, Seen und weite Weidelandschaften. Wir hatten das Gefühl, hier gäbe es deutlich mehr Schafe und Rinder als Einwohner! 🙂

An einem auf der anderen Seite des Lochs gelegenen Aussichtspunkt an der Landstraße A 819 trafen wir sogar die Besitzerin der dortigen Schafherde. Die Schäferin gab uns den tollen Tipp, innerhalb der Weide am Zaun entlang bis zum See zu laufen. Von dort aus hatten wir den absolut besten Ausblick auf die Schlossruine.

Auf den letzten Kilometern Richtung Oban passierten wir die St. Conans Kirk. Wir hielten kurz auf dem Parkplatz hinter der Kirche an, um uns das Gelände anzuschauen. Die Kirche wirkte auf uns von der Landseite sehr filigran, von der Seeseite hingegen wehrhaft wie eine kleine Trutzburg.

Ankunft in Oban

In Oban angekommen, checkten wir im Columba Hotel ein. Wir waren begeistert von der viktorianischen Architektur inklusive eines historischen Aufzugs. Unser Zimmer war riesig und bot uns eine gemütliche Sitzecke mit direktem Blick auf den Hafen.

Am frühen Abend spazierten wir noch durch die nette Altstadt, und passierten dabei die Destillerie, die unschwer an ihrem hohen Schornstein zu erkennen war. Vom Pier aus hatte man zudem einen guten Blick auf das über Oban thronende runde, an ein Amphitheater erinnernde Gebäude. Hierbei handelte es sich jedoch um einen Turm, den McCaig´s Tower. Diesen ließ sich der gleichnamige Besitzer als Denkmal errichten und sorgte gleichzeitig für Arbeit der in den Wintermonaten darbenden Handwerker.

Wir waren von der kleinen Runde langsam hungrig und kehrten nach kurzem Studium der Speisekarte schließlich in die Pizzeria Piazza am Pier und direkt neben unserem Hotel ein. An einem Fensterplatz direkt am Wasser und bei tollem Abendlicht schmeckten uns die Pizza und das Isle of Skye Red Bier gleich noch besser.

Christian

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