Schottland Tag 5: Filmreife Landschaft im Glen Coe und Glen Etive

Wir wurden am Morgen von strahlendem Sonnenschein begrüßt – die beste Voraussetzung für unseren geplanten Ausflug in die Täler Glen Coe und Glen Etive. Während wir beim Wachwerden und Anziehen den Blick auf den Hafen genossen, setzte sich plötzlich sogar eine Möwe direkt vor unser Hotelfenster und begrüßte uns! 🙂

Nach einem entspannten und echt englischen Frühstück im Hotel brachen wir schließlich gegen 10:30 Uhr von Oban aus auf.

Fahrt in das Glen Etive

Wir fuhren zunächst etwa eine Dreiviertelstunde Richtung Tyndrum und bogen dann auf die A82 ein. Am Loch Tulla Viewpoint hielten wir für ein erstes Panoramafoto an, bevor wir in das bekannte Tal Glen Coe einfuhren. Hier mussten wir direkt wieder sobald möglich halten, um die unglaubliche Weite und Erhabenheit der Landschaft zu fotografieren.

Kurz darauf wagten wir den Abstecher über unsere erste Single-Track Road durch das Glen Etive. Dank Beschilderung sind die Ausweichbuchten, die sogenannten „Passing Places“ gut zu erkennen und so kommt man auch mit dem Gegenverkehr meist ohne Probleme klar. Ein / zwei Ausnahmen, beziehungsweise Egomanen, die auf ihr Recht pochen und wegen denen man dann bis zur nächsten Ausweichbucht zurückfahren muss, würden uns jedoch in diesem Urlaub noch begegnen. Aber man ist ja im Urlaub und sollte dem ganzen entspannt begegnen.

Nach einigen Fahrminuten entdeckten wir einen tollen Fotospot direkt am Flussbett mit dem Doppel-Wasserfall des gleichnamigen Glen Etive Waterfall.

Die Fahrt führte uns bis ans Ende der Stichstraße am Loch Etive. Wir genossen die entspannte Atmosphäre und die beeindruckende Natur, die dort so imposant wie ein Fjord wirkte. Es überraschte uns kaum, dass im Glen Etive Szenen für James Bond: Skyfall und Harry Potter gedreht wurden. Wir unternahmen eine kurze Wanderung zurück zu einer Steinbrücke bei einer hübschen weißen Cottage und folgten einem schmalen Pfad am anderen Ufer des Baches. Nach der Überquerung einer trockenen Furt wurden wir mit einem fantastischen Blick auf die leuchtend gelben Ginsterbüsche belohnt.

Imposante Weite im Glen Coe

Auf der bekannten Single-Track-Road fuhren wir das Glen Etive zurück und bogen schließlich nach links auf die A82, die uns tiefer hinein in das berühmte Glen Coe führen würde.

Am „Wee White House“ bei Altnafeadh und kurz darauf am Glencoe Viewpoint machten wir teils länger Halt, um die Szenerie aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren. Denn die hier erneut unglaublich weite und imposante Landschaft beeindruckte uns enorm. Auch der Glencoe-Wasserfall und die markanten Felsformationen der Three Sisters gehörten zu unseren weiteren Stopps.

Besonders gut gefiel uns auch der Spot am Loch Achtriochtan, wo eine kleine Cottage malerisch am See liegt. Wir nutzten die kleine Ausfahrt auf der linken Seite, um unterhalb der Landstraße direkt am Wasser zu parken und die Stimmung zu genießen.

Rückweg und Reisevorbereitungen

Auf dem Rückweg nach Oban bot sich uns von der Landstraße aus ein toller Blick auf Castle Stalker. Dafür hielten wir kurz am Castle Stalker View Café an, das zu dieser Zeit jedoch bereits geschlossen hatte.

Zurück in Oban tankten wir unser Auto voll und versorgten uns im Tesco-Supermarkt mit Vorräten und Wasser für die nächsten Tage. Wir wollten gut vorbereitet sein, denn am nächsten Morgen sollte uns die Fähre bereits um 09:10 Uhr auf die Insel Mull übersetzen.

Christian

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