Schottland Tag 6: Überfahrt auf die Isle of Mull

Frühmorgens um 06:30 Uhr klingelte bereits der Wecker, da wir pünktlich um 08:30 Uhr am Fähranleger in Oban sein wollten. Mit der Reederei Caledonian MacBrayne setzten wir um 09:10 Uhr auf die Isle of Mull über. Schon während der Überfahrt genossen wir bei bestem Wetter die Aussicht auf den Leuchtturm und das stolze Duart Castle.

Landidylle bei Grasspoint

Nach der Ankunft unternahmen wir direkt einen Abstecher auf einer winzigen Straße bis nach Grasspoint. Das Panorama auf die Küste war fantastisch, und wir spürten sofort die friedvolle, extrem relaxte Stimmung der Insel. Es war ein starker Kontrast zum trubeligen Edinburgh – hier begegneten wir zeitweise absolut niemandem. Wir folgten der Südküste und hielten an schönen Aussichtspunkten an, wann immer wir wollten, da kaum Verkehr herrschte.

Entspanntes Picknick und Fahrt entlang der Scenic Route

Gegen halb zwei machten wir an einer schönen alten Steinbrücke, der Loch Beg Bridge, halt. Dort picknickten wir entspannt in der Sonne.

Danach ging es weiter auf der Scenic Route Richtung Salen und in den Westen der Insel. Die Strecke entlang der Steilküste empfanden wir als abenteuerlich und beeindruckend zugleich. Ein netter Engländer, den wir unterwegs trafen, bezeichnete Mull treffend als „Miniatur-Schottland“, da wir hier tatsächlich alle Landschaften – von hohen Bergen über raue Küsten bis hin zu lieblichen Weiden – auf engstem Raum vorfanden.

Vom imposanten Wasserfall zum Karibikstrand

Ein Highlight unserer Tour war der romantische, mehrstufige Wasserfall Eas Fors, der sich direkt ins Meer ergießt. Für Drohnenbesitzer ist dieser Ort übrigens perfekt geeignet, da man den Wasserfall am besten von oben in seiner Gänze erfassen kann.

Tipp, wenn ihr eine Kameradrohne besitzt: Denkt an die in Großbritannien notwendige Registrierung als Operator.

Kurze Zeit später erreichten wir die Calgary Bay und fühlten uns beim Anblick des Strandes fast wie in der Karibik. Begleitet wurden wir den ganzen Tag von gefühlt einer Million Schafen – wir waren uns sicher, dass sie die Einwohnerzahl um das Hundertfache übertrafen.

Tobermory und das „Zwergen-Chalet“

Den Abschluss unserer Tour bildete der hübsche Hafenort Tobermory. Direkt am Kai am Fisherman’s Pier gönnten wir uns klassische und sehr leckere Fish & Chips.

Nachdem wir im Coop noch Proviant eingekauft hatten, bezogen wir unsere Unterkunft in Salen. Der Spruch „Selbst in der kleinsten Hütte ist Platz“ traf es perfekt: Wir wohnten in einem „Zwergen-Chalet“ auf gerade einmal vier Quadratmetern – aber erstaunlicherweise sogar mit eigenem Bad!

Christian

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