Schottland Tag 7: Papageientauchern ganz nah

Nach einer etwas kühlen Nacht in unserem Zwergenhaus sortierten wir uns erst einmal, bevor wir erneut nach Tobermory aufbrachen. Für heute hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen: Einen Tagesausflug zu den Treshnish Islands, um die dort brütenden Papageientaucher zu besuchen.

Bootsfahrt von Tobermory auf die Treshnish Islands

Unser Boot, der Rathlin Express, ein motorisierter Katamaran, legte pünktlich um 09:45 Uhr ab – beziehungsweise fast pünktlich, da wir kurz nach dem Auslaufen noch einmal umkehrten, um vier verspätete Passagiere einzusammeln. Wir empfanden diese Geste des Anbieters als sehr nett.

Die Fahrt führte uns durch den Sound of Mull, vorbei an einem einsamen Leuchtturm. Obwohl das Wetter aus nautischer Sicht gut war, fehlte uns die wärmende Sonne des Vortages. Bei gerade einmal 10 Grad Celsius war es auf dem Oberdeck dadurch empfindlich kalt. Wir waren froh über unsere Jacken und Pullis, hätten uns aber zusätzlich Mützen und Handschuhe gewünscht. Kurz vor Kilchoan hatten wir als Ausgleich für das Frieren das große Glück, einen jungen Zwergwal zu sichten.

„Puffin-Paradies“ auf Lunga

Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir die Insel Lunga. Das kleine Eiland war unbewohnt und von rauer Schönheit. Der eigentliche Grund für unseren Besuch waren jedoch die tausenden Papageientaucher (auf Englisch Puffins), die hier zwischen April und August brüten.

Wir hatten zwei Stunden Aufenthalt, was völlig ausreichend war, denn schon nach den ersten 50 Metern entdeckten wir zahlreiche Nistkolonien. Wir kamen aus dem Fotografieren quasi gar nicht mehr heraus!

Entsprechend froh waren wir, Teleobjektive an Handy und Kamera zu haben, da wir so die besten Motive einfangen konnten. Nach einer Stunde auf der Insel zeigte sich sogar die Sonne – für uns war dieser Moment einfach perfekt!

Ein Must-Do ist, den etwa 20-minütigen Weg zum gelblich schimmernden Harp Rock zu gehen. Denn dort brüteten tausende Lummen unter lautem Getöse. Der Pfad dorthin war jedoch ziemlich schmal und für manchen auch etwas abenteuerlich; Trittsicherheit war hier definitiv gefragt.

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Zu den Basaltsäulen von Staffa Island

Mit unzähligen tollen Fotos und Videos im Gepäck steuerten wir schließlich als zweiten Teil des Ausflugs noch die Insel Staffa an. Aufgrund von Wartungsarbeiten durften wir nicht an Land, aber die imposanten Basaltsäulen beeindruckten uns auch vom Wasser aus.

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Einkehr in Tobermory und Halt am Schiffsfriedhof

Gegen 16:15 Uhr erreichten wir wieder Tobermory. Den willkommenen Sonnenschein nutzten wir ausgiebig und genossen nach einem kurzen Spaziergang vorbei an der Destille einen leckeren Cider und Kaffee auf der Terrasse einer ehemaligen Kirche, in der sich heute das Restaurant The Gallery befindet.

Gegen 18 Uhr spazierten wir die Promenade entlang zum indischen Restaurant Spice of Mull. Trotz der etwas schmutzigen Fensterscheiben und der eher verhaltenen Freundlichkeit des Kellners saßen wir gemütlich. Das Essen war gut, mit etwa 20 Pfund pro Hauptgericht inklusive Beilage allerdings nicht ganz günstig.

Auf dem Rückweg nach Salen hielten wir noch kurz an einem kleinen Schiffsfriedhof. Die drei alten und teils schon sehr verwitterten Holzwracks waren bei der aktuellen Ebbe besonders gut zu sehen und noch ein schöner Abschluss des tollen Tages.

Christian

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