Nach einer weniger erholsamen Nacht in einem – für meine zwei Meter Körperlänge – leider etwas zu kurzen Bett in unserem ansonsten super gemütlichen Holzwagen, brauchte insbesondere ich erst einmal eine Dusche und eine große Tasse Kaffee, um wach zu werden. Dabei genossen wir den Ausblick ins Grüne auf die Pferde und zwei Hühner, die über die Weide stolzierten. Nach diesem tiefenentspannten Frühstück und unkompliziertem Auschecken brachen wir schließlich auf in Richtung Isle of Skye.


Eileen Donan Castle – Der Highlander lässt grüßen!
Bevor wir die Insel erreichten, lag mit dem berühmten Eilean Donan Castle ein absolutes Highlight vor uns. Für uns war es ein besonderer Moment, vor der Highlander-Burg aus dem Filmklassiker zu stehen! Wir parkten auf dem großen Parkplatz (3 Pfund für 2 Stunden) und kauften uns Tickets für den Außenbereich (3,50 Pfund p. P.). Da wir nicht den vollen Preis von 12 Pfund für das Innere zahlen wollten, genossen wir lieber die beeindruckende Kulisse bei bestem Wetter von außen.



Tipp für Fotografen: Der Höchststand der Flut ist meist gegen 18 Uhr – ideal, wenn ihr perfekte Wasserspiegelungen der Burg einfangen wollt.
In der Food Hall vor Ort stärkten wir uns nach unserem Rundgang auf der Burginsel mit einem Beef Stew mit Klößen sowie einer Quiche mit Salat. Die Preise waren fair und das Essen geschmacklich gut.
Danach fuhren wir weiter in Richtung Isle of Skye, stoppten jedoch direkt noch einmal kurz hinter der Loch Long Bridge für einen schönen Blick auf die Burg von der nördlichen Seite vom Parkplatz des dortigen Cafés.

Einen weiteren Stopp legten wir ein wenig später am Loch Alsh Viewpoint ein, von dem man bereits die Skye Bridge erkennen konnte.
Nun aber mussten wir uns wirklich etwas sputen, denn wir wollten heute ja auch noch die Isle of Skye erkunden und so überquerten wir die Skye Brücke und erreichten nach kurzer Fahrt die berühmte Insel.

Ankunft auf der Isle of Skye
Unser erster Stopp auf der Insel war der Wasserfall Eas a‘ Bhradain, gefolgt von einem Halt am Sligachan Hotel. Wir genossen den berühmten Blick auf die alte Sligachan-Steinbrücke mit den Black Cuillin Bergen im Hintergrund. Von hier aus schienen zahlreiche Wanderwege in das weite Tal Glen Sligachan zu führen, doch unser nächstes Ziel für heute waren die Fairy Pools.





Spaziergang entlang der Fairy Pools
An den Fairy Pools zahlten wir am Parkplatz eine Gebühr von acht Pfund für das Tagesticket. Bei den Fairy Pools handelt es sich um den Bach Brittle, der in mehrere Stufen den Berg hinabfließt und dort jeweils kleine Wasserfälle und Badegumpen bildet.

Wir folgten dem nicht zu verfehlenden Hauptweg und liefen die meiste Zeit entlang des Baches, der in zahlreichen Kurven vorbei ins Tal plätschert. Wir legten dabei sogar einige Höhenmeter zurück und waren froh über unser festes Schuhwerk für ein paar kleinere Abstiege zu den Gumpen abseits des Schotterwegs.



Nach etwa einer Stunde machten wir kehrt, da wir unserer Meinung nach die schönsten Kaskaden gesehen hatten, und wanderten zurück zum Auto.
Portree und die „Käse-Krise“
Anschließend fuhren wir in die Hafenstadt Portree. Wir schauten uns das hübsche Zentrum mit den berühmten bunten Häusern am Hafen kurz von oben an und wollten uns dann im Supermarkt für die nächsten vier Tage eindecken. Dort erlebten wir eine Überraschung: Die Regale waren wie leergefegt – es gab nicht einmal mehr Scheibenkäse! Die Kassiererin erzählte uns, dass ein Cyberangriff die gesamte Logistik lahmgelegt hatte. 🙁

Ankunft in unserer Ferienwohnung
Schließlich checkten wir in unserer wundervollen Ferienwohnung auf der Landzunge von Aird bei Bernisdale ein. Die Unterkunft war sehr ruhig direkt am Meer gelegen und unglaublich liebevoll eingerichtet.

Unsere Gastgeber begrüßten uns mit Muffins, Müsli und frischem Saft – und kaum waren wir ausgestiegen, wurden wir auch schon freudig vom kleinen Haus-Dackel empfangen. Hier fühlten wir uns sofort wie zu Hause!
Christian