Sardinien Tag 3: Erkundung von Caprera

Heute stand die Nachbarinsel Caprera auf dem Plan, die über eine Brücke bequem von La Maddalena aus erreichbar ist. Sofort fiel auf: Caprera ist deutlich grüner und bewaldeter. Hier befindet sich auch der ehemalige Alterswohnsitz des italienischen Nationalhelden Garibaldi, den wir jedoch links liegen ließen, um uns ganz auf die Naturschönheiten der Insel zu konzentrieren.

Das Wetter war wieder auf unserer Seite: Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und dank einer leichten Brise sehr angenehme 23 Grad Celsius – ideal für unsere geplanten Entdeckungstouren.

Cala Serena

Wir parkten unser Auto zunächst an der Cala Garibaldi und starteten von dort eine etwa viertelstündige Wanderung zur Cala Serena. Schon der Weg dorthin war ein Erlebnis: Er führte uns vorbei an dicken Findlingen, unter schattigen Bäumen hindurch, immer mit dem Meer zur Linken und den Bergen zur Rechten.

Nachdem wir die winzige Bucht Cala Dadini passiert hatten, erreichten wir unser Ziel. Die Cala Serena war die kurze Anstrengung absolut wert: Feinster Kiesstrand und kristallklares Wasser, das fast Badewannentemperatur hatte. Gegen elf Uhr morgens hatten wir dieses Paradies trotz Sonntag fast für uns allein. Nur zur Mittagszeit wurde es kurzzeitig durch eine Ausflugsgruppe voller, doch nach 20 Minuten kehrte die völlige Ruhe zurück.

Burger-Picknick

Am frühen Nachmittag wanderten wir auf dem gleichen Weg zurück zum Auto. Der Hunger führte uns zur Sandwich-Bar I Mille Bar Paninoteca. Dort bestellten wir zwei Pepper-Burger mit hausgemachten Pommes aus Kartoffelscheiben und kühle Getränke. Das Ganze genossen wir an einem der Picknicktische im kühlen Schatten der Pinien. Die Burger waren ordentlich groß, sehr lecker und genau die richtige Stärkung für den Rest des Tages.

Hinauf auf den Monte Tejalone

Gegen 15 Uhr machten wir uns an den Aufstieg zum Monte Tejalone, der höchsten Erhebung der Insel. Schon die Fahrt über die Stichstraße bot fantastische Ausblicke über das Archipel. Der eigentliche Aufstieg über einen steinigen Pfad dauerte etwa 20 Minuten und schlängelte sich moderat nach oben.

Das steilste Endstück ist dank breiter Steintreppen gut zu meistern. Oben angekommen, finden sich Ruinen, die wohl ehemals militärisch genutzt wurden und direkt in den Fels gebaut sind.

Ein wichtiger Hinweis: Ab hier sollte man keine ausgeprägte Höhenangst haben! Besonders die letzten zehn Meter führen über einen schmalen, ungesicherten Grat. Zudem sollte man auf rostige Metallstäbe achten, die oben aus dem Beton ragen. Die Belohnung ist jedoch ein unbeschreiblicher Rundblick über die gesamte Inselwelt.

Aber keine Sorge: Man muss das letzte Stück nicht zwingend gehen, denn man hat bereits auf dem Weg und direkt unterhalb des Gipfels immer wieder tolle Ausblicke.

Entspannung am Strand der zwei Meere

Zum Ausklang dieses ereignisreichen Tages suchten wir uns einen entspannten Platz am Spiaggia I due Mari, dem „Strand der zwei Meere“. Der breite Sandstrand war der perfekte Ort, um die vielen Eindrücke von Caprera Revue passieren zu lassen, bevor es zurück in unsere Unterkunft nach La Maddalena ging.

Christian

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