Nach einem leckeren Frühstück mit toller Aussicht brachen wir am Morgen auf, um den nur fünf Fahrminuten entfernten Strand von La Pelosa zu besuchen. Da dieser Ort ein echter Hotspot ist, wird der Zugang begrenzt. Wir hatten uns vorab ein Tagesticket für 3,50 Euro pro Person über das offizielle Portal gesichert – in der Hochsaison sollte man das übrigens mindestens 48 Stunden im Voraus tun.

Die Parkgebühren vor Ort waren mit etwa einem Euro pro Stunde moderat. Wir nutzten wieder die Easy Park App, was wir als sehr bequem empfanden, da wir so die Parkzeit jederzeit spontan verlängern konnten.
Ein Vormittag am Traumstrand La Pelosa
Als wir gegen halb zehn ankamen, waren wir definitiv nicht die Ersten, und trotz Nebensaison füllte es am Strand von La Pelosa sich recht schnell. Dennoch waren wir uns einig: Man sollte diesen Strand einmal gesehen haben. Das Wasser glitzerte in der Sonne hellblau und war so flach, dass wir noch viele Meter weit stehen konnten, während wir auf den alten Sarazenenturm auf der vorgelagerten Insel blickten.


Da der Sand extrem fein ist, herrschen hier strenge Regeln: Strohmatten oder glatte Unterlagen sind Pflicht, um keinen Sand wegzutragen. Wir hatten unsere glatte Picknickdecke dabei, die von den Kontrolleuren akzeptiert wurde. Das Abwaschen der Füße beim Verlassen ist ebenfalls vorgeschrieben.



Nach zwei Stunden Entspannung schauten wir uns noch die kleineren Strände La Pelosita und Lu Furrazzu an, wo man sich auch Equipment zum Surfen hätte leihen können.
Ankunft in Alghero
Am Nachmittag fuhren wir etwa eine Stunde nach Alghero, wo wir unser Quartier, die Butterfly Accommodation, für die nächsten zwei Tage bezogen. Wir freuten uns über ein schönes Zimmer mit kleiner Terrasse im Innenhof, auf der wir nach dem Einchecken erst einmal einen Kaffee in der Sonne genossen.


Eigentlich hatten wir geplant, mit einem Ausflugsboot zur berühmten Neptungrotte zu fahren aber leider war das letzte Boot für heute bereits um 15 Uhr abgefahren. Da für den nächsten Tag Regen angesagt war, mussten wir uns schweren Herzens mit dem Gedanken anfreunden, die Grotte in diesem Urlaub wohl zu verpassen.
Nun hatten wir zumindest bereits einen guten Grund, Sardinien ein weiteres Mal zu besuchen! 😉
Spanisches Altstadt-Flair
Stattdessen erkundeten wir zu Fuß die pittoreske Altstadt, die uns von Anfang an begeisterte. Wir betraten sie über die massive Stadtmauer am Torre della Polveriera. In dem Moment, als ein prächtiger Fünfmaster im Hafen ablegte, kam passenderweise die Sonne heraus und tauchte die Kanonen, Katapulte und die vielen Bars auf der Mauer in ein goldenes Licht. Diese Atmosphäre weckte in uns zudem Erinnerungen an Saint-Malo in der Bretagne.




Beim Schlendern durch die Gassen mit ihren katalanischen Straßennamen wie der Calle Mallorca spürten wir deutlich das spanische Erbe der Stadt. Wir ließen uns treiben, stöberten in Souvenirläden und deckten uns mit Untersetzern und einem Magneten aus Kork ein – ein typisches Material aus dieser Region.




Kulinarische Experimente mit frittierter Pizza
Zum Abendessen zog es uns aufgrund der guten Bewertungen ins Restaurant Cajo. Wir waren besonders auf die Pizza-Variationen gespannt. Der Büffelmozzarella als Vorspeise war fantastisch – wir fanden sogar, dass es der beste war, den wir je gegessen hatten!



Die Hauptspeise überraschte uns jedoch: Die Pizza war nicht im Steinofen gebacken, sondern frittiert und gefüllt wie eine Calzone. Das war zwar eine interessante Erfahrung und geschmacklich gut, aber auch extrem mächtig. Wir beschlossen daher, beim nächsten Mal wieder lieber zur klassischen Variante zu greifen.


Nach dem Essen nahmen wir nicht den schnellsten Weg zurück in unsere Unterkunft, denn die Altstadtgassen wie auch der Hafen samt Riesenrad waren inzwischen schön illuminiert und wir genossen die schöne Stimmung.
Christian