Sardinien Tag 9: Auf der Panoramastraße SS125 bis Pedra Longa

Nach einem etwas längerem Ausschlafen und reichhaltigem Frühstück, heute Dank eigener Küche sogar mit Rührei, brachen wir am späten Vormittag in das knappe 40 Fahrminuten von Orosei entfernte Cala Gonone auf.

Bootsmiete in Cala Gonone

Dort wollten wir uns nach einem führerscheinfreien Boot mit 40 PS zur Miete für den morgigen Tag erkundigen, da man damit am besten die schöne Steilküste mit ihren zahlreichen Buchten und Höhlen erkunden konnte.

Bis auf einen Recht schönen künstlichen Kiesstrand war Cala Gonone eher unspektakulär und sehr touristisch und hatte nicht das Flair der über Jahrhunderte gewachsenen sardischen Orte.

Beim Anbieter Consorzio Noleggiatore Cala Gonone wurden wir direkt fündig und buchten ein  sechs Meter Schlauchboot mit Sonnendach für 160 Euro für einen ganzen Tag. Für 120 Euro bekam man auch ein kleineres Fünf-Meter-Boot, allerdings mit kürzerer Badeleiter.

Dazu erhielten wir später noch Anweisungen zum Parken und dem Ablauf per WhatsApp auf Englisch sowie ein Tutorial-Video zum Boot. Am Hafen gab es zahlreiche Buden mit Anbietern, daher denke ich wird das Angebot überall grundsätzlich gleich sein.

Auf der Panoramastraße SS 125

Da es ansonsten im Hafen nicht viel zu besichtigen gab kehrten wir zum Auto zurück und fuhren circa eine Stunde auf der Panoramastraße SS 125 bis in das Bergdorf Baunai.

Hier erwarteten uns immer wieder fantastische Ausblicke auf die massiven Berge und die bekannte 450 Meter tiefe Gorropu-Schlucht, die mich an den Point Sublime im Gorges du Verdon erinnerte.

Ein besonders gutes Panorama hatten wir vom dortigen Kiosk und etwas später an einem verlassenem Haus.

Am Pass Ghenna Silana, der auch Startpunkt der Wanderung in die Schlucht ist, legten wir eine etwas längere Pause ein. Hier befand sich neben einem Hotel auch ein kleines Restaurant, die Bar Silana in die wir auf einen leckeren Cappuccino einkehrten. Sie ist übrigens auch ein beliebter Biker-Treff samt aus Außenlautsprechern tönenden Rockmusik. Entsprechend gut besucht war sie bei den „Easy-Ridern“, die auf der kurvenreich Straße definitiv ihren Spaß hatten.

Die imposante Felsnadel Pedra Longa

Kurz hinter Baunai erreichten wir unser Ziel, die riesige Felsnadel Pedra Longa.

Hier konnte ich auch gut meine Drohne zum Einsatz bringen und so das monumentale Ausmaß besser als nur mit der Handykamera von Land aus erfassen.

Danach machten wir uns auf die Rückfahrt circa 1,5 Stunden auf gleichem Weg bis nach Orosei.

Am Abend gab’s wieder Spaghetti, diesmal mit leckerem Speck-Radicchio-Pesto vom Eurospin Supermarkt. Dazu einen Tomatensalat und sehr guten sardischen Rosé Serra Lori von Argiolas.

Das war unsere heutige Interpretation von La Dolce Vita! 🙂

Christian

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