Nun war er leider gekommen: unser Abreisetag! Schottland schien uns den Abschied ein wenig einfacher machen zu wollen, denn heute war es das erste Mal grau bewölkt, windig und entsprechend ziemlich kühl. Da uns bis zum Abflug am Abend noch Zeit blieb, wollten wir dennoch etwas entdecken und besichtigten den nahegelegenen Ort Stonehaven sowie die Schlossruine Dunnottar Castle.
Abschied von den Highlands und Fischkutter-Romantik
Zuerst steuerten wir den Hafen von Stonehaven an, wo wir einen kostenlosen Parkplatz fanden. Wir spazierten an der Promenade entlang, bewunderten die witzigen Metallskulpturen und beobachteten die hübschen Holzboote im Hafen. Der feine Sandstrand wirkte im grauen Licht fast ein wenig melancholisch.



Danach fuhren wir zum Dunnottar Castle. Auch hier konnten wir kostenlos parken und uns an einem Kiosk mit Kaffee versorgen. Die Ruine thront wildromantisch und einsam auf einem vorgelagerten Felsen – ein wahrlich imposanter Anblick! Während wir dort waren, kam sogar ein wenig die Sonne heraus und setzte das Gemäuer perfekt in Szene.

Wir folgten für einen Abstecher dem Pfad rechts entlang der Klippen, von dem aus wir wunderschöne Ausblicke auf die Burg und die Bucht unterhalb hatten. Wer das Schloss von innen besichtigen möchte, zahlt dafür 14 Pfund (16,80 €) pro Person.


Unser letzter Zwischenstopp vor dem Edinburgher Flughafen war das pittoreske Fischerdorf Pittenweem. In diesem historischen Ort konnten wir ebenfalls kostenlos parken und beobachteten die große Flotte aktiver Fischkutter.




Hier war es wieder richtig schön sonnig, was uns den Abschied doch schwerer machte als gedacht! Auch das Flair mit den engen Gassen und bunten Hausfassaden war bezaubernd. Dabei gefiel uns besonders der Blick von den Harbour Heights über die Dächer auf den Hafen – Pittenweem war definitiv einer der schönsten Hafenorte unseres gesamten Urlaubs!



Abgabe des Mietwagens und Rückflug von Edinburgh
Von Pittenweem benötigten wir noch eine gute Stunde, bis wir den Flughafen von Edinburgh erreichten. Ein Blick auf den Kilometerzähler verriet uns: Wir hatten auf unserem Roadtrip insgesamt 1.675 Meilen zurückgelegt – das sind stolze 2.695 Kilometer, und das alles auf der „falschen“ Straßenseite! :-p
Die Abgabe des Mietwagens bei Europcar verlief trotz des Schadens am Spiegel entspannt. Die Mitarbeiter waren sehr nett und meinten, dass solche Vorfälle fast zwei Mal pro Woche vorkämen.
Nach der Kofferabgabe erlebten wir eine leider etwas chaotische Sicherheitskontrolle. Als diese überstanden war, gönnten wir uns zum Abschluss bei Burger King einen Burger für stolze zehn Pfund (12,00 €) und holten uns später noch ein letztes Sandwich von Pret-a-Manger. Die frisch belegten Baguettes hatten wir ja während unserer ersten Tage in Edinburgh lieben gelernt und so waren sie ein passender kulinarischer Abschluss für unsere wundervolle Reise durch den Norden Schottlands.
Wir hoffen, Ihr hattet beim Lesen und Miterleben genauso viel Spaß wie wir beim Schreiben! Solltet ihr nun eine Schottland-Reise planen, lasst uns gerne einen Kommentar oder auch ein paar Fragen da. Wir helfen gerne! 🙂
Christian