Heute hieß es Abschied nehmen von unserem geliebten „Miniatur-Schottland“. Wir sagten der Isle of Mull Adieu und setzten um 10 Uhr mit der Fähre von Craignure nach Oban über. Die Wartezeit am Pier nutzten wir für ein schnelles Frühstück vom Spar-Markt, bevor wir unsere Reise Richtung Norden nach Fort William fortsetzten.

Der Hogwarts-Express am Glenfinnan Viaduct
Unser Ziel war ein absolutes Highlight für alle Harry-Potter-Fans: das Glenfinnan Viaduct. Wir parkten am Visitor Center (Tagesticket für 5 Pfund) und spazierten zum Aussichtspunkt mit Blick auf das Glenfinnan Monument und den Loch Shiel. Wir breiteten unsere Decke auf der Wiese aus und warteten gespannt.

Wir hatten unglaubliches Glück: Nur zehn Minuten nach unserer Ankunft, pünktlich um 13:00 Uhr, dampfte der Jacobite Steam Train über die Brücke. Es war ein herrlicher Anblick, wie der Zug extra langsam und mit lautem Pfeifen durch das Tal fuhr.

Ein Hinweis: Die aktuellen Fahrzeiten für den Dampfzug findet ihr direkt beim Betreiber: Jacobite Timetables. Drohnen sind vor Ort übrigens strikt verboten.
Später spazierten wir doch noch zum Viaduct Viewpoint West, um dort zu picknicken und den Zug auf seiner Rückfahrt erneut zu beobachten.

Vom Aussichtspunkt wanderten wir, um uns die Wartezeit bis zur nächsten Zugdurchfahrt zu vertreiben, übrigens auch ein Stück den Weg in Richtung Glenfinnan Station Museum entlang und genossen dabei den Blick auf Loch Shiel.


Auf Dumbledores Spuren zu karibischen Stränden
Nach dem Bahnerlebnis folgten wir der Panorama-Straße weiter Richtung Westen. Die Strecke machte ihrem Namen alle Ehre; wir fuhren entlang lauschiger Täler und tiefblauer Seen, immer eingerahmt von den hohen Bergen der Highlands.
Ein kurzer Zwischenstopp am Loch Eilt durfte nicht fehlen: Auf der winzigen Insel Eilean na Mòine besichtigten wir „Dumbledores Grab“ aus der Ferne.


Danach erreichten wir die Silver Sands von Morar. Diese weißen Naturstrände dienten bereits als Kulisse für Filme wie Highlander. Besonders die alternative Küstenstraße bei Traigh Beach mit ihren wunderschönen Dünen hat uns verzaubert – der Umweg hat sich für diese Ausblicke absolut gelohnt!



Landidylle pur in Roybridge
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft bei Roybridge. Während der Fahrt hatten wir immer wieder einen fantastischen Blick auf den Ben Nevis, den höchsten Gipfel Großbritanniens.

Auf der Tulloch Farm angekommen, bezogen wir unseren stilvollen Holzwagen. Er war perfekt ausgestattet, blitzsauber und in zwei gemütliche Räume unterteilt.



Wir ließen den Abend auf unserer eigenen Terrasse ausklingen und sahen den Pferden beim Grasen zu. Was für eine friedliche Idylle!
Christian