Nach einem gemütlichen Frühstück brachen wir zu Fuß auf, um die Riviera von Opatija zu erkunden. Der Ort versprüht mit seinen prachtvollen Villen und Hotels noch immer den Charme der K.u.K. Monarchie.
Entlang des Lungomare im mondänen Opatija
Wir stiegen hinab über die Stubiste Edite Stern und erreichten die berühmte Promenade Lungomare von Kaiser Franz Josef.




Von dort wir schlenderten zunächst bis zur bekannten Statue Mädchen mit der Möwe, die sehnsüchtig auf das Meer blickt. Unser Weg führte uns weiter nördlich, vorbei an imposanten Bauten wie dem Hotel Kvarner und durch einen wunderschönen Park mit riesigem Bambus. Besonders interessant fanden wir hier die Wall of Fame, die Porträts berühmter Persönlichkeiten zeigt, die in Opatija einst verweilten.





Unser entspannter Rundgang dauerte insgesamt knappe eineinhalb Stunden und führte uns zurück entlang der Hauptstraße durch das Zentrum mit weiteren sehenswerten Bauten.
Tipp für Autofahrer: Solltet ihr nicht wie wir zu Fuß starten, empfehlen wir das moderne Parkhaus Garaza Gorovo hinter dem Bristol Hotel in der Ul. Drage Gervaisa für 1,80 Euro pro Stunde.
Das pittoreske Bergdorf Labin
Am Mittag ließen wir den Küstenglanz hinter uns und fuhren eine knappe Stunde über die wunderschöne Panoramastraße D66 Richtung Süden. Unser Ziel war das Bergdorf Labin. Wir parkten unser Auto auf dem großen Parkplatz kurz hinter dem Titov Platz (Zone drei für 0,80 Euro pro Stunde).




Nachdem wir vom Parkplatz aus erneut zu Fuß Titovs Platz überquert hatten, betraten wir die von einer wehrhaften Mauer geschützte Altstadt durch das große Stadttor. Wir stiegen die Treppen hinauf zur Kirche und erklommen für zwei Euro den Campanile di San Giusto. Die Aussicht hinab zur Küste bis nach Rabac war dafür aber jede der Stufen wert!
Danach verloren wir uns regelrecht in den schmalen, labyrinthartigen Gassen der autofreien Altstadt. Wir genossen die Ruhe und das mittelalterliche Flair – für die Erkundung solltet ihr auf jeden Fall ein bis zwei Stunden einplanen.

Zum Abschluss unseres Besuchs kehrten wir in die Pizzeria Rumore ein. Auf der Terrasse mit Blick über das weite Tal ließen wir uns eine Gourmet-Pizza mit Mortadella, Pistazien und grünem Pesto schmecken. Mit 12,50 Euro war der Preis für diese Qualität wirklich fair.


Kurztrip nach Rabac
Danach fuhren wir in etwa fünfzehn Minuten hinab nach Rabac. Das Parken (0,80 Euro pro Stunde) erforderte zwar die Installation einer App, was aber reibungslos funktionierte.


Wir empfanden den Ort im Vergleich zu Labin leider als sehr touristisch und ohne gewachsenen Altstadtkern. Wer nicht zum Baden am Plaza Maslinica oder für einen Sundowner an der Promenade herkommt, kann diesen Stopp unserer Meinung nach auch auslassen.
Interessant war jedoch der Blick zurück: Vom Hafen konnten wir in der Ferne den Kirchturm von Labin auf dem Hügel thronen sehen, auf dem wir vor wenigen Stunden noch selbst standen und gen Rabac schauten.

Zeitreise in Plomin
Auf dem Rückweg nach Opatija legten wir einen Stopp im mittelalterlichen Plomin ein, das glücklicherweise gerade wunderschön von der Abendsonne angestrahlt wurde.




Wir spazierten durch die engen Gassen bis zum Aussichtspunkt an der kleinen Kirche. Von dort blickten wir vom Kraftwerk mit seinem riesigen Schornstein im Tal bis weit in den den Meeresarm hinein – jetzt in der goldenen Stunde ein wirklich beeindruckendes und entspanntes Panorama!



Ein letztes kleines Abenteuer wartete in einer Kurve am verlassenen Hotel Flanona. Wir kletterten auf die alte Veranda und genossen einen letzten, weiten Blick über die Küste, bevor wir den Tag ausklingen ließen.
Christian